CAN
revolutioniert die steuerung von Maschinen
Die Zeiten, in denen ein zentraler Computer eine
Maschine steuerte, sind vorbei. Der neue Trend ist die
Steuerung der einzelnen Maschinenteile durch jeweils
eigene Mikroprozessoren. Das gesamte System wird über
schnelle Datenkommunikation koordiniert. Bereits 1982
waren drei Mitarbeiter von KVASER am Bau eines
komplizierten Lackspritzautomaten mit dieser Technik
beteiligt. Der Grundgedanke war damals seiner Zeit weit
voraus und fand erst im vergangenen Jahr ernsthaftes
Interesse. Einen Beitrag hierzu leisteten Bosch und Intel
Ende der achtziger Jahre mit der Entwicklung der
Kommunikationsprozedur CAN, die sich durch Schnelligkeit
und Leistungsfähigkeit auszeichnete.
"CAN wurde für den Einsatz in der
Automobilindustrie entwickelt, wobei große Mengen
niedrige Preise bedingten. Die übrige Industrie hat dies
nun entdeckt und somit ist in Europa - insbesondere in
Deutschland und Finnland - eine intensive
Entwicklungstätigkeit eingeleitet worden",
berichtet Lars-Berno Fredriksson, der Geschäftsleiter
der KVASER AB.
Textilindustrie an der Spitze
"Mehrere europäische Textilunternehmen erkannten
früh die Möglichkeit, CAN zu nutzen, darunter IRO in
Ulricehamn, wo ich als Entwicklungsleiter tätig
war", fährt Lars-Berno fort. "Auf unsere
Initiative hin entstand 1990 die CAN Textile Users Group,
eine Gruppe, die nach wie vor äußerst aktiv ist. Ein
Großteil der Tätigkeit läuft darauf hinaus,
Richtlinien zu finden, die es einem Systemkonstrukteur
erleichtern, Ausrüstungen von verschiedenen Lieferanten
miteinander zu verbinden. Nun stehen wir mit einem
Konzept, das wir "CAN Kingdom" nennen, kurz vor
dem Ziel."
Hydraulikindustrie stark im
Kommen
Die CAN Textile Users Group diente als Vorbild, als
letztes Jahr die CAN Hydraulic Users Group gebildet
wurde. Die meisten der führenden Hydraulikunternehmen
Europas - sowohl Komponentenbetriebe wie Systemhersteller
- sind bereits Mitglieder. Auch hier geht es darum,
"intelligente" Ventile, Motoren, Pumpen etc.
von verschiedenen Herstellern zu leistungsfähigen
Systemen zusammenzubauen. Z.B. wird diese Technik beim
Bau von Forstmaschinen und Bagger der kommenden
Generation zum Einsatz kommen.
Effektivere
Entwicklungsprojekte mit CAN
Ein großer Vorteil mit dezentralisierten
Steuersystemen liegt darin, daß die verschiedenen Teile
einzeln entwickelt und getestet werden können. Die
Entwicklung der verschiedenen Teile kann parallel
zueinander in mehreren Gruppen erfolgen. Da jeder Teil
auf einen durch Datenkommunikation übertragenen Befehl
hin reagiert, erhält man auch eine einfache und
spezifizierte Schnittstelle. Jede Gruppe kann beim Test
des eigenen Teils das restliche System mit einem Rechner
simulieren. Bereits bei der Planung des Aufbaus der
Maschine erhält man einen Großteil der Projektplanung
als Zugabe. Eine Webemaschine mit einem CAN-System wurde
bereits 1990 von der deutschen Firma Dornier geliefert.
Die Entwicklungszeit wurde dabei aufgrund der neuen
Technik von normalerweise üblichen drei Jahren auch acht
Monate reduziert. Auch eine Weiterentwicklung wird
einfacher und effektiver, da jeder Teil einzeln
modifiziert werden kann, ohne dabei das gesamte System zu
beeinflussen.
KVASER und CAN
"In bezug auf CAN ist KVASER heute ein
international bekanntes Unternehmen. Unsere früheren
Erfahrungen aus dezentralisierten Steuersystemen und
unsere Tätigkeit innerhalb der CAN-Verbände haben uns
zudem ausgezeichnete Direktkontakte zu Chip-Herstellern
wie Intel, NEC, Philips etc. eingebracht. Wir verfügen
über gute Entwicklungshilfsmittel für CAN und bieten
unseren Kunden gern unsere Beratungsdienste an. Die
meisten Kunden finden wir außerhalb Schwedens. Dass ist
natürlich, als CAN ein internationales Markt ist",
meint Lars-Berno.
Gemeinsam mit einer Reihe anderer Unternehmen ist
KVASER an einem CAN-Gemeinschaftsstand (Halle 13 D37-41)
auf der Hannovermesse vom 21. bis 28. April vertreten.
"Ich hoffe natürlich auf einen großen Zustrom
von Besuchern und Interessenten", sagt Lars-Berno
Fredriksson abschließend.
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